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ſchlag ſich nur um den hundertſten Theil einer Sekunde beſchleunigte, ſo freundlich ſie ihm auch ſofort entgegen⸗ gekommen war.
Dieſe Freundlichkeit, das ſagte ihm ſein Gefühl, war eine kühle, die nur dem Maler, nicht dem Manne galt. Es war überhaupt fraglich, ob jenes Feuer der Leidenſchaft von Verbitterung und Unzufriedenheit mit ihrem Schickſale nicht ſchon zu tief verſchüttet war, um jemals wieder geweckt zu werden. Gewiß war ihr Gatte nicht der Mann dazu, es anzufachen. Die Kälte, mit der ſie ihn anblickte, die ſelbſt jeder Herbheit ſchon entbehrende Gleichgültigkeit, in der ſie ihm hin und wieder, wenn es unerlaßlich, ein Wort zuwarf, verhehlten kaum die Nichtachtung, und doch konnte ſie Theilnahme, ja ſogar Intereſſe verrathen. Wie ſprach ſie mit Ulrich über ſeine Bilder, wie hatte das einzige Wort„Die Glückliche!“ als zwiſchen beiden in kurzen Andeutungen von Judith die Rede war, einen tiefen Blick in ihr Inneres thun laſſen! Sie beneidete die jüngere Schweſter, mit der ſie doch nie eine innigere Neigung verbunden. Warum wohl? Doch ſicherlich nur um das Glück, ihrem Herzen folgen zu dürfen, vielleicht auch um den Muth, es gewagt zu haben. Dieſe Frau fühlte ſich unglücklich und weltmüde.
Ulrich unterhielt ſich gern mit ihr. Sie zeigte


