Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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Schon in der Einrichtung war der alte Herr über ſeinen Maßſtab von Schönheit und Solidität einiger⸗ maßen hinausgegangen und ſo war es auch mit der Führung des Hausweſens der Fall, aber freilich wozu die prächtigen Salons und das chineſiſche Zimmer und der Billardſalon und das neufaconnirte Silber und das koſtbare Tafelgeſchirr und all die Dinge, die ſo große Summen gekoſtet hatten, wenn ſie nicht ge⸗ zeigt und benutzt wurden? Da mußten ſelbſtverſtänd⸗ lich Diners, Abendgeſellſchaften, Bälle gegeben und Alles, was nur einer Einladung folgte, herbeigezogen werden, und im Grunde mißfiel das Herrn Samuel Ehrenſtein auch keineswegs. Sicherlich amüſirte er ſich dabei weit mehr und ungetrübter als ſein Sohn und ſeine Schwiegertochter, weil er keine Nebenabſichten hatte und weder ſeinen Ehrgeiz dabei befriedigen, noch ſich über die Stunden der Langweile hinwegtäuſchen wollte, wie dies bei ſeinen Kindern der Fall war. Der alte Herr kannte aber keine Langweile. Ein Diner ſchmeckte ihm nur beſſer in größerer Geſellſchaft, weil es dabei heiterer herging als in dem oft recht uner⸗ götzlichen vis-à-vis mit Adolf und Frieda, weil es ihm gefiel, wenn Andere ſich mit ihm all der guten Dinge freuten, die er dann doppelt zu ſchätzen wußte. Auch zur Zeit, wo noch ſeine Frau das Hausweſen leitete,

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