Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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waren ſeine Gaſtereien der ſeltenen Delicateſſen und feinen Weine wegen berühmt geweſen, und wer Acht hatte, wie begeiſtert er ſelbſt zuſprach, der war ſicher, daß ſie nicht von leidiger Prahlerei ſervirt wurden. Das hatte ſich auch ſpäter nicht geändert. Lachend nannte er ſich oft ſeines Sohnes beſten Gaſt und beim Deſſert war er gleich den Kindern, die von der Gou⸗ vernante hereingebracht wurden, der munterſten Laune.

Er war es auch diesmal geweſen. Die Flaſche, die er Adolf's Einwendungen zuwider ein⸗ für alle⸗ mal vor ſich hinſetzen ließ, war einigemal erneuert worden, rechts und links hatte er wacker die Gläſer vollgegoſſen denn das ließ er ſich einmal von dem galonirten Diener nicht nehmen und ſich dabei ſelbſt auch nicht vergeſſen. Er mußte doch mit ſeiner ſchönen und berühmten Nachbarin links und mit dem immer Beſcheid thuenden Grafen rechts anſtoßen, und jetzt be⸗ kamen ſogar die beiden Kleinen ein Glas, daß die Mutter auf der andern Seite des Tiſches entſetzt auffuhr.

Ach, liebe Hermine, nehmen Sie den Kindern doch den Wein! Fräulein Anna gibt wieder gar nicht Acht.

Die letzten Worte waren von einem ſcharfen Blick auf das hübſche junge Mädchen begleitet, dem die