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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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Lieber, es hätte ja eine ganze Fregatte Platz, darin herum⸗ zuſegeln.

Bei dieſen Worten begann der kleine Alfred ſo laut und herzlich zu lachen, daß die Aelteren alle unwiderſteh⸗ lich ihm Geſellſchaft leiſten mußten; auch Adam ſtimmte mit ein und beim Schall dieſer Lachſalve kamen von allen Enden und Ecken Sem und Seth, Jakob und Salomo, Jonathan und der kleine David herangeſprungen, wie ein Flug Spatzen über eine ausgeworfene Hand voll Körner herabfährt. Sie kämen lachend, weil ſie hatten lachen hören und auch etwas von dem Tractamente haben wollten.

Inzwiſchen war die Sonne untergegangen und des Abends kühle Kobolde begannen über den Platz zu wan⸗ dern, als die Familie unter dem munterſten Geplauder aufbrach, um ſich nach Hauſe zu begeben. Als ſie ſich gegen die Stadt hinwandten, flimmerte der Stern der Marienkirche, wie im Feuer, im letzten Sonnenſtrahle, und der Mond ſtieg gleich einem blaſſen, aber milden Geſichte über dem Dache ihres Hauſes auf. Es lag etwas in die⸗ ſem Schauſpiel, was einen wehmüthigen Eindruck auf Gabriele machte. Der Stern des Kirchthurmes flimmerte über des Bruders Grab, und der Anblick des Mondes ließ Gabriele unwillkührlich an der Mutter bleiches, mildes Geſicht denken. Im Uebrigen war der Abend ſo ſchön. Die Droſſeln ſangen in den Erlen unten am Fluſſe, und der Himmel lag klar und hellblau über der Erde, wo Wind und lärmende Töne immer tiefer einſchlummerten. Gabriele ging gedankenvoll und merkte nicht, daß Baron L. ſich ihr genähert hatte; ſie fuhr beinahe zuſammen, als er ſie ſo anredete:

Es war mir ſehr angenehm, ſehr erfreulich, Sie Alle ſo glücklich wiederzuſehen.

Ach ja, antwortete Gabriele,jetzt können wir wieder Alle beiſammen ſein. Es war eine große Freude für uns, Louiſe und ihre Familie hieher zu bekommen. Vielleicht iſt es Vermeſſenheit, ein ſo glückliches

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