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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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terland! Pflanzet eure Gärten und reißet eure Schranken um, aber laſſet das Vaterland im Frieden damit, denn es bekümmert ſich eben ſo wenig um euch, als ihr euch um es bekümmert. Fürs Vaterland! Für die Menſchheit! Das ſoll recht hoch und rührend ſein! Ein eitles, leeres Geſchwätze!

Mein Bruderherz, jetzt biſt du wirklich zu ſtreng, ſagte der Landrichter, lächelnd über den Ausfall ſeines Freundes,und ich für meinen Theil, fuhr er ernſt und lebhaft fort,wünſchte, daß ein klarer Gedanke ans Va⸗ terland jedes Pünktchen von menſchlicher Wirkſamkeit be⸗ gleitete. Wenn irgend eine Liebe natürlich und vernünftig iſt, ſo iſt es die zum Vaterland. Habe ich nicht dem Va⸗ terlande Alles zu danken, was ich bin? Sind es nicht ſeine Geſetze, ſeine Inſtitutionen, ſein geiſtiges Leben, was mein ganzes menſchliches und bürgerliches Daſein ent⸗ wickelt? Sind es nicht die Thaten meiner Väter, die es gebildet, die ihm ihr individuelles Leben und ihre Kraft gegeben haben? Wahrhaftig Liebe und Dankbarkeit ge⸗ gen die Eltern iſt keine größere Pflicht, als Liebe und Dankbarkeit gegen das Vaterland. Es gibt Niemanden, Mann oder Weib, hoch oder niedrig, der nicht je nach ſeinen Kräften dieſe heilige Schuld zu entrichten verpflichtet wäre. Und eben dieß iſt die Bedeutung eines chriſtlich ausgebildeten Staats, daß Jeder darin ſein Pfund geltend machen kann, ſo daß er zugleich dem Einzelnen und dem Allgemeinen dient.

So, fügte Petrea hinzu,bilden die Regentropfen den Bach, der ſeine Waſſer in den Fluß ergießt und konnen, wenn auch anonym, an ſeinem wohlthuenden Laufe Theil nehmen.

Du haſt ganz Recht, mein liebes Kind, ſagte der Vater und reichte ihr die Hand.

Es iſt ein erfreuender Gedanke, ſprach Louiſe mit thränenvollen Augen,gib wohl Acht, Adam, was Groß⸗ vater und Tante ſagen und behalte es im Gedächtniß. Sperr doch das Maul nicht ſo entſetzlich auf, mein