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rick. Eva und Leonore waren im Garten und pfluckten mit eigener Hand auserleſene Aprikoſen nebſt Birnen, die den Mittagstiſch ſchmücken ſollten. Sie waren noch glän⸗ zend vom Thau und zum letztenmal begoß die Sonne ſie mit Purpur beim Geſange der Dompfaffen. Die Schwe⸗ ſtern hatten von Sara geſprochen, von der kleinen Eliſe, die ſie erziehen wollten, und von Jakbbi, und ihr Geſpräch war heiter, ſodann gingen ſie auf andere Gegenſtände über.
„Und heute,“ ſagte Levnore,„geht deine Antwort an Oberſt R. ab!„Dein letztes Nein und du fühlſt dich dabei ganz zufrieden?“
Ja durchaus. Ach Leonore, wie das Herz ſich ver⸗ ſhe kann! Ich begreife jetzt gar nicht, daß ich ihn einſt iebte.“.
„Es iſt doch ſonderbar, daß er aufs Neue um dich anhielt, nach ſo vieljähriger Trennung. Er muß dich doch mehr geliebt haben, als die Andern, denen er den Hof machte.“
„Ich glaube das nicht: aber.... QAch Leonore, ſiehſt du den ſchönen Apfel dort? Wie hell er glänzt! Kannſt du ihn nicht erreichen? O doch, wenn du auf dieſen Aſt da kletterſt.“
„Soll ich mir ſo viele Mühe geben? Es iſt entſetz⸗ lich! Nun ich muß wohl! Aber fang mich auf, wenn ich fallen ſollte.“
Hier wurden die Schweſtern von Petrea unterbrochen, deren Ausſehen bewies, daß ſie ihnen etwas Intereſſantes mitzutheilen hatte.
„Siehe, Eva,“ ſagte ſie, indem ſie ihr ein über⸗ ſchriebenes Papier in die Hand gab,„hier haſt du etwas zur Morgenlektüre. Jetzt mußt du dich von einer Sache überzeugen, an die du bisher nicht glauben wollteſt. Und ich will vich einen Stein, einen Stock, einen Au⸗ tomaten ohne Seele und Herz nennen, wenn du nach
dieſem nicht ja lächle nur, du wirſt nicht mehr lächeln, wenn du dieß geleſen haſt. Leonore! Komm,
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