er ſchrieb noch. Wenige Menſchen bedurften und gönnten fich ſo wenig Ruhe, wie Ernſt Frank.
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Der Kandidat.
Es war Dämmerung. Die Kinder ſpielten Feuer⸗ leihen im Saale und ſchwärmten in Winkeln und Ecken herum, als auf einmal ein Reiſewagen vor der Thüre hielt und auf die wilde Schaar wirkte, wie ein Strahl kaltes Waſſer auf einen Bienenſchwarm. Der Weiſel des Bienenſchwarms, die kleine Louiſe, ſetzte ſich plötzlich ans Fenſter und um ſie herum drängten ſich vier andre Köpf⸗ chen, ſchnaufend, warm, neugierig und einander wegſchie⸗ bend, voll Eifer, den Ankömmling zu ſehen. Ein Herr hüpfte leicht aus dem Wagen, die Kinder konnten nicht unterſcheiden, ob er alt oder jung war, denn ſie ſahen den Landrichter ſchnell zur Thüre herauskommen, dem Rei⸗ ſenden die Hand ſchütteln und ihn ins Haus hereinführen. Ein kleiner, ſchmaler Koffer wurde ihm nachgetragen. Jetzt fuhr der Schwarm abermals auf und ſetzte ſich wie⸗ der um die Mutter herum, um ihr in allen möglichen Tongraden, vom Flüſtern bis zum hochlauten Rufen kund zu thun, daß ſicherlich der Hofmeiſter angekommen ſei. Eliſe, die Gäſte hatte, beruhigte mit einem ja, ja und ſo, ſo, ſowie mit freundlichen beſchwichtigenden Blicken die aufgeregten Kinder. Louiſe faßte ſich ſchnell, ſchien einzuſehen, daß ſie ihrer Würde etwas vergeben habe und ſetzte ſich, wie große Leute, ſtill und anſtändig neben die Großen. Die andern Kinder drängten ſich flüſternd und verwundrungsvoll in einer Ecke des Zimmers zuſam⸗ men und man ſah ſehr häufig Petreas Naſe neugierig aus dem kleinen Haufen hervorgucken.
Der Landrichter hatte ſeiner Frau die Ankunft des
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