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ernſtes, blondes, kleines Mädchen, nicht ſchön, aber mit b einem runden gemuthlichen Geſichte, aus dem ich einen Abe gewiſſen unfreuntlichen Zug mit der Zeit zu verwiſchen hoffe. Sie iſt ungewöhnlich fleißig, ſüll und geordnet; artig gegen ihre jungeren Geſchwiſter, aber e was geneigt, Fli ſie zu moraliſiren und ſehr darauf erpicht, ihrer Würde
iſe„ als alteſte Schweſter nichts zu vergeben, weßhalb die Klei⸗ nen ſie bald Ihre Majeſtat, bald Frau Juſtizräthin nennen. Die kleine Luiſe ſieht mir aus, als wollte ſie eine von jenen werden, die ſtill und ſicher, deßhalb auch glucklich
rni durch die Welt gehen. die Nro. 3. e ich Von meiner neunjährigen, kleinen Eva ſagt man, ſie altes werde einmal ihrer Mutter ſehr ahnlich werden. Ich hoffe, ſie wird eine wahre Prachtausgabe. Du erblickſt eine kleine, weiche, kugelrunde Figur, die ſich unter Scherz und „n Gelachter frei hin und her rollt, mit einer capriciöſen, Sne 4 eher häßlichen, als hübſchen, aber von ein paar ſchönen, und 4 guten, runkelblauen Augen beglänzten Phyſiognomie. eſicht Eben ſo ſchnell zur Trauer, als zur Freude geſtimmt, . herzensgut, ſchmeichelnd, Liebhaberin von Confect, vergnügt e über Gaſte, hübſche Kleider, Puppen und Spielzeug, iſt — Evchen bei ihren Geſchwiſtern, ſo wie den Dienſtleuten im ſein Hauſe ſehr beliebt und ihres Bruders beſte Freundin und trotz Spielkamerädin. uhige Nro. 4. ane Nro. 3 und 4 vertragen ſich nicht gut mit einander. un Die arme Eleonore hat eine ſehr kränkliche Kindheit ge⸗ ingt„ habt und dieſe hat ihr, glaube ich, mehr als die Natur n eine launiſche, heftige Gemüthsart gegeben, auch einen 6 Samen des Neids gegen ihre glucklicheren Geſchwiſter in ihr niedergelegt. Auch an tiefem Gefühl fehlt es ihr nicht, aber ihr Verſtand iſt ſchwerfällig und es kommt ſie außerordentlich hart an, irgend etwas zu lernen. Keine chter, Spur von Grazie, wohl aber um ſo mehr vom Gegentheil.
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