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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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ſiehſt du, er hält dir ſeine Taſſe hin. Die Kleine lä⸗ chelte, legte Zucker in die Taſſe und Madame Folette be⸗ gann ihre freudvolle Runde.

Wir verlaſſen jetzt Madame Folette, das hausge⸗ backene Brod, das Familienfrühſtück und die Morgenſonne und verſetzen uns an die Abendlampe, bei welcher Eliſe ſchreibt.

An Cäcilie.

Ich muß dir mein Häuſchen Kinder portraitiren, vas ſich ſo eben nach eingenommenem Abendbrode in die weichen Fesern zur Ruhe begeben hat. Ach könnte ich nur ein recht gutes Portrait ich meine ein gemaltes von meinem Heinrich bekommen, meinem Erſtgebornen, meinem Sommerkinde, wie ich ihn auch nenne, denn er. wurde mitten im Sommer, in der Sommerſtunde meines Lebens und meines Glückes geboren. Aber nur eines Correggios Pinſel könnte dieſe ſchönen, warmen blauen Auzen, dieſe goldnen Locken, dieſen lieblichen Mund, dieſes ganze, ſo vollkommen reine und ſchöne Geſicht wiedergeben. Güte und Fröhlichkeit leuchten aus ſeinem ganzen Weſen, ſeine Lebensluſt zuckt, freilich ohne beſondre Grazie, in Armen und Beinen, die ſich ſelten ruhig halten. Mein eilfjähriger Knabe iſt leider, was man ſehr ſein Vater ſagt gar zu ſehr unbändig nennt. Aber trotz dieſer Wilvheit findet ſich bei ihm eine tiefe, unruhige Empfindſamkeit, die mich oſt für ſeine Zukunft bange macht, Gott beſchütze meinen Liebling, mein Sommerkind, meinen einzigen Sohn! O wie mein Herz an ihm hängt! Ernſt warnt mich oft vor einer parteiiſchen Liebe zu dieſem Kird. Deshalb will ich mich auch von dem Portrait Nro. 1 loßreißen und übergehen zu

Nro. 2.

Sieh jetzt die kleine Luiſe, unſre älteſte Tochter, ſeit einigen Tagen volle zehn Jahre alt. Du erblickſt ein

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