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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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Grunde hinaufgeſchleppt. Ja, ja, ſo wars. Ich ſpeiſe heute bei Mamſell Berndes zu Mittag. Das iſt ein ganz vernünftiges Frauenzimmer und ihre kleine Miß Laura iſt allerliebſt. Ei ſeht da die ganze Kinderſchaar auf ein⸗ mal, Gehorſamſter Diener Schweſter Louiſe! Ei, ei, die kleine Miß Eva; Sie fürchtet ſich wohl vor dem häßli⸗ chen Alten, Sie. Gott ſegne Sie! Da hat ſie ein Gutchen! Und da die Kleine, ſie ſieht ja aus wie ein kleiner Eng greint ſie mich an? Da muß ich ſchnell fort, denn das Kindergeſchrei kann ich nicht ausſtehen. Gott ſteh mir bei! Es gehört wohl auch zu den Annehm⸗ lichkeiten des Hauſes? Iſt vielleicht die Hausmuſik 2 Hausgebacken, Hausgemacht, Hausmuſik hu!

Der Aſſeſſor ſprang zur Thüre hinaus, der Landrichter lachte, die Kleine ſchwieg beim Anblick einer Kringel, durch welche Bruder Heinrichs Auge ſie lorgnettitte. Die Kinder ſchaarten ſich hüpfend um den Tiſch.

Nun, nun, meine lieben Engel, haltet euch nur ein wenig in Ordnung. Warte nur, liebe Petrea, Gaduld iſt ein gutes Gewürze. Eychen, ſchneide kein ſolches Ge⸗ ſicht. Haſt du es auch ſchon bei mir ſo geſehen? Mache ichs auch ſo? So moraliſirte die Mutter ſanft, während ſie mit Hülfe ihrer älteſten Tochter, der kleinen verſtän⸗ digen Louiſe, für die andern Kinder ſorgte. Der Vater ging vergnügt herum, klopfte die Kleinen auf ihre Köͤpf⸗ chen und zog ſie ſanft am Haare.Ich hätte euch geſtern Allen das Haar ſchneiden ſollen, ſagte er:Evchen hat eine Perücke, ſo daß man ihr Geſicht kaum ſieht; gib dem Papa einen Kuß, mein Kindchen! Morgen früh werde ich dir deine Perücke abnehmen.

Und mir auch, mir auch, Papa, riefen die Andern.

Ja, ja, ich werde euch Alle zuſammen ſcheeren! antwortete der Vater. Alle lachten, aber die Kleine ver⸗ barg erſchreckt ihr lichtlockiges Kopfchen an der Bruſt der Mutter. Der Vater hob es ſachte in die Höhe und küßte zuerſt ſie, dann die Mutter.

Lege jetzt dem Papa Zucker hinein, ſagte dieſe;