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Das Haus oder Familiensorgen und Familienfreuden : Erzählung / von Friederike Bremer
Entstehung
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Aber beſter Munter, Sie ſind heute nicht bei guter aune.

Bei guter Laune? Nein, Frau Eliſe, das bin ich nicht. Ich weiß nicht viel auf der Welt, worüber man bei guter Laune ſein könnte. Da hat mir Ihr Stuhl ein Loch in meinen Rock geriſſen. Iſt das vielleicht ſchön? Es iſt ja auch zu Hauſe gemacht. Nein jetzt gehe ich, im Fall Ihre Thüren, vielleicht ſind die auch zu Hauſe gemacht? mich vafſiren laſſen.

Willſt du nicht vielleicht mit uns zu Mittag eſſen?

Nein, ich danke. Ich bin ſchon eingeladen und zwar hier im Hauſe.

Zur Hofmarſchallin W. 2

Nein Gott behüte. Dieſes alte Weib kann ich nicht ausſtehen. Sie moraliſirt mich beſtändig. Mich moraliſiren! Und dann ihre verwünſchts Hundekanaille, Pyrrhus oder Pirre, die möchte ich wohl einmal todt ſchlagen. Auch iſt ſie mager. Ich kann magre Leute nicht ausſtehen, am allerwenigſten magre alte Weiber.

Nicht? Wiſſen Sie auch, was das Gerücht über Sie und die alte Mamſell Rask ſagt?

Das gemeine alte Weib? Nun was ſagt denn die Bosheit über mich und die arme alte Mamſell Rask?

Nichts Geringeres, als daß Sie dieſer Tage auf der Treppe mit ihr zuſammengetroffen ſeien, als ſie gerade in ihr Stübchen hinaufgehen wollte und tiefe Seufzer über die große Treppe und ihre ſchwache Bruſt ausſtieß. Die Bosheit ſagt, Sie haben ihr da mit der größten Artig⸗ keit den Arm geboten, ſie ſorgfältig ſämmtliche Treppen bis vor ihre Thüre hinaufgeführt und ihr dann noch ein Pfund Bruſtzucker geſchickt und.

Und Sie glauben vielleicht, ich hätte das ihretwegen

gethan? Nein gehorſamer Diener; ich that es bloß, da⸗

mit das alte Gerippe nicht auf meiner Treppe umfallen und da ſterben moͤchte, ſo daß ich über ihren garſtigen Leichnam klettern müßte. Sonſt habe ich ſie aus keinem

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