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vor Augen,— den Mörder, Verbrecher, Hexenmei⸗ ſter,— oder— oder, ja oder,— wie ich geſagt habe.“
Dieſes war Herrn Bonifazius Beſcheid. Pinches wurde den Schergen überliefert, und in's Gefängniß geſperrt. Noße und Nenne freigelaſſen.— Dieſes ge⸗ ſchah Alles in dem Zeitraum von einer Stunde.
Das war ein recht merkwürdiger Gedaljah⸗Tag für den größten Theil der Gemeinde, kein Trauer- ſon⸗ dern ein Feſt⸗Tag.— Im Ganzen war es aber ein Tag, der als ein wahres Bild eines ganzen menſchlichen Lebens gelten konnte.
Der Leichnam der Rebezen wurde am Vormit⸗ tage zur Erde beſtattet; ihn begleiteten die wahnſinnige Jentel, das Opfer einer tollen unbeherrſchten Leiden⸗ ſchaft, und der finſtere Rabbi, welcher im Eifer einen Fluch hinausgeſchleudert hatte, der auf ſein eigenes Haupt zurückfiel.
Im Kerker ſchmachtete Pinches, der Verächter ſeines Glaubens, der Tempelſchänder, der Dieb und Mörder; ſein Leben war der Gerechtigkeit verfallen.
In Angſt Furcht und Unruhe vor jedem kommen⸗ den Augenblicke zitternd, zeigte Judeß, die Frau des


