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Schameß, ganz das Abbild eines böſen Gewiſſens; wenn Pinches ſie verrieth, ſo war der Scheiterhaufen ihr Loos.
Nenne und Noße zeigen, wie die Sache der Ge⸗ rechten ſtets ſiegen müſſe; der Stärkere duldet ſtill⸗ ſchweigend, der Schwächere klagt, ſchreit, jammert, zweifelt aber doch nie an der Gerechtigkeit des Himmels.
Die Familie des Vorſtehers war uns gewiß immer ein angenehmer Zufluchtsort, wenn wir die grellen Scenen verlaſſend, uns unter den Palmenſchatten ſei⸗ ner patriarchaliſchen Ruhe erquicken konnten.
Noße und Nenne's kurzer Gang aus dem Gefäng⸗ niſſe bis zum Hauſe des Roſch Hakohol's glich ganz einem Triumphzuge.
Alle jüdiſchen Bewohner Alt⸗Ofens hatten ſich nach und nach angeſchloſſen, Alt und Jung, Weib und Find, Groß und Klein, bunt durch einander, gerade ſo, wie beim Auszuge aus Egypten. Vor der Hausthüre ſtand die Familie des Vorſtehers, Freude ſtrahlte aus den Augen,— herzliche innige Freude verklärte ihr ganzes Weſen. Channe blickte mit thränenden Augen dem Zuge entgegen, dort kam er her, der Geliebte, er war wieder frei, unſchuldig; du lieber Himmel ſie hatte ja nie daran gezweifelt.


