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Der Fluch des Rabbi : Sittengemälde aus dem fünfzehnten Jahrhundert / von Eduard Breier
Entstehung
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Dieſer öffnete es, ein Jude mußte ſeine Laterne hinaufreichen, er begann zu leſen, es waren nur einige Zeilen, aber er las ſie wieder, blickte auf die Unter⸗ ſchrift, ſchüttelte den Kopf, und las wieder.

Das iſt eine verdammte Geſchichte, wie mag die Sache ſo hoch hinauf gekommen ſein? Wie heißt Euer Gefangener? fragte er nach einer Weile die Joden.

Pinches!

Wer iſt er?

Er iſt der Sohn des Rabbi.

Richtig, hier ſteht es auch ſo, mir iſt's recht, die alte Hexe, ich wollte ſagen, die Nenne mit dem jungen Manne, wird man alſogleich freilaſſen, dagegen wird dieſer Pinches ad notam genommen, und in drei Tagen aufgeknüpft, ſo ſteht's hier geſchrieben und ge⸗ ſiegelt.

Ich habe es gleich gewußt, ſprach er zu den Ju⸗ den, die uber ſeinen Ausſpruch laut ihre Freude äußerten, daß die beſagten zwei Individuen ſchuldlos ſeien; aber du lieber Himmel, die Gerechtigkeit geht ihren eiſernen Weg, ſie darf Niemanden ſchonen; Verwandte, Freunde, Gönner, ihr iſt Alles gleich, ſie hat nur den Menſchen