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Der Fluch des Rabbi : Sittengemälde aus dem fünfzehnten Jahrhundert / von Eduard Breier
Entstehung
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Aber es klopfte zum dritten Male. Herr Boni⸗ fazius mußte aufſtehen. Er trat an's Fenſter, und ſah

4 einen Haufen Menſchen mit Lichter und Laternen ver⸗

ſehen; in ihrer Mitte hatten ſie einen Gefangenen. Es

waren Juden.

Wie geſagt, verdammtes Judenvolk! brummte

er, zornig über die Störer ſeiner Ruhe.

Was gibt es? rief er barſch hinaus. Einen Verbrecher.

Hätte in der Früh auch Zeit gehabt. enAber es ſchmachten andere Unſchuldige ſtatt ie ſeiner. iefKönnen auch bis Morgen ſitzen!

Herr Richter! ch⸗Kein Wort mehr. Bewahrt den Gefangenen bis s Morgen, dann kommt hinüber ins Amtshaus. ch Die Juden fingen unter einander zu murren an. terMir ſcheint gar, da draußen iſt eine Verſchwö⸗

rung, rief der Richter,bei meiner unbeſtechlichen es Ehre, wenn Ihr Euch nicht entfernt, ſo laſſe ich Euch er fortpeitſchen. m Ein athemlos herangeſprengter Bote, unterbrach k ſch den Dienſteifer des Herrn Bonifazius, und überreichte

ihm durch's Fenſter ein geſiegeltes Schreiben.