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beſonders aber in der Nähe größerer Judengemeinden häufig anzutreffen waren. Der junge Mann, kaum achtzehn Sommer mochten über ſein Haupt hinwegge⸗ flohen ſein, ſchien weiten Weges herzukommen. Seine armſelige Kleidung, welcher er ſchon längſt entwachſen war, denn er mochte ſie wahrſcheinlich ſchon an ſeinem dreizehnten Geburtstage an dem bei dieſer Gelegenheit ſtattfindenden Bar⸗Mitzwe⸗Feſte erhalten haben, war ganz beſtaubt, ſeine Fußbekleidung ſchadhaft, und ſein ſchwarzes Hütlein beinahe formlos. An einem über die rechte Schulter gelegten Knotenſtocke hing rückwärts ein kleines Päckchen, welches die ganze Habe des Jünglings barg, der in dieſem Augenblicke mit dem griechiſchen Philoſophen ganz getroſt hätte ausrufen können„Alles, was mein iſt, trage ich mit mir!“ Allein Noße Traun war nur ein armer Bocher, der ſich bisher um die Griechen und ihre Philoſophie gar wenig bekümmert hatte, und der jetzt nach Alt⸗Ofen wanderte, um dort bei dem vielgelahrten und deßwegen auch weitberühmten Rabbi Sor ach zum Schir*) zu gehen, und ſich in die Geheimniße des Talmud einweihen zu laſſen.
Der günſtige Zufall führte den müden Wanderer
*) Vortrag.


