255 Jetzt baue nur Reben, Laß Fräulein's und Schlöſſer, Behalte die Glatze, Für Dich iſt es beſſer!—
Hanns kratzte ſich nach gewohnter Weiſe hinter den Ohren und ſprach: Bei meiner armen Seele! ich glaube gar, der boshafte Geſang iſt auch immer vom Waldfräulein gekommen. O, der hat mich nicht wenig gekränkt!
Am andern Tage verbreitete ſich in Würflach die Nachricht von der Zerſtörung des Schrattenſteins, einige verſtümmelte Knechte brachten die Nachricht dahin. Als Hanns Poſtl ſolches vernahm, erzählte er es jubelnd ſeiner Lisbertha und rief dabei: Siehſt Du, was ich für ein wichtiger Mann bin, und wie lieb mich der Himmel hat? damit ich nicht rückzukehren brauche, ge⸗ ſchieht ſolch ein Wunder. Ja, ja, ſieh' mich nur an, Meinethalben iſt der Schrattenſtein in die Luft geſprengt worden, damit ich nicht rückzukehren brauche!
Seinen Eigendünkel, dachte Lisbertha, hat er doch
noch nicht verloren!
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Viele Jahre ſpäter— Hanns Poſtl war indeſſen der glückliche Vater einer zahlreichen Familie geworden, lag zu Neuſtadt in dem Kloſter der Beg uinen— welche Nonnen mit dem Templern zugleich zu Ende des drei⸗


