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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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brechung der bisherigen Feſte, und das Weilen des Ge⸗ liebten außerhalb der Burg; ſie konnte nicht begreifen, wie man eines alten Weibes halber ſo viel nachforſchen konnte, denn es war natürlich, daß auch ihr nicht die wahre Urſache dieſer ängſtlichen Streiferei bekannt ge⸗ gegeben wurde. Sie dachte daher an Linzer, an die Zukunft, ihre Hoffnungen und Wünſche, als Medardus eintrat. Sie war froh, daß ſich endlich Jemand ihr näherte, und ſie der qualvollen Lage des Alleinſeins ent⸗ riß. Seid Ihr endlich auch wieder ſichtbar? redete ſie den Kommenden an, ich meinte, auch Ihr wäret mit Linzer ausgezogen, um die Alte zu ſuchen, welche das ganze Schrattenſteiner Mannsvolk in Bewegung ſetzt, und die Burg indeſſen in einem rieſigen Steinſarg um⸗ wandelt, in welchem ich mir wie eine Todte vorkomme, welcher die Gunſt des Herumwandelns geſtattet iſt.

Während dieſer Rede hatte ſich Medardus ihr ge⸗ genüber niedergelaſſen und ſah ſie forſchend an, dann ſprach er: Du wirſt dieſer Angſt und Pein bald ent⸗ hoben ſein!

Liana blitzte ihn mit ihren ſchwarzen Augen an, und fragte haſtig: Auf welche Weiſe?

Auf die Einfachſte in der Welt!

Ich verſtehe Euch nicht!

Das wirſt Du gleich, wenn Du mich anhörſt. Linzers Gemahlin iſt nicht todt, er gab ſie, in der Hoff⸗

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