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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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N.

227 ſeines Feindes gegen ſich in Harniſch bringen würde. Er mußte nun trachten, um jeder Entdeckung zu ent⸗ gehen, da er ſie nur durch Lianen zu befürchten hatte, dieſe auch auch zur Flucht zu bewegen, wo er ſich ihrer dann in einer der Gebirgsſchluchten auf eine Weiſe zu entledigen hoffte, die ihm für immer ihrer Verſchwiegen⸗ heit ſicherte, indem ſie das Mädchen ſtumm für alle Zeiten machte.

Mit dieſem Entſchluſſe übereingekommen, ſchritt er auch alſogleich zur Ausführung desſelben. Es war am zweiten Nachmittage nach Gertrudens räthſelhaftem Verſchwinden, ſämmtliche kampffähigen Bewohner des Schrattenſteins waren außen, um die gute Frau Jutta zu ſuchen, auch der Ritter befand ſich wieder mit ihnen, es war daher eine ungewöhnliche Grabesſtille, die den Schrattenſtein beherrſchte, und denſelben trotz des helllichten Tages faſt unheimlich machte. Der Adept verließ den Thurm und begab ſich über Treppe und Gang zu den Wohngemächern hinauf, wo ſich das Mäd⸗ chen befand.

Liana lehnte nachdenkend auf einer Polſterbank, der Tod Gertrudens, auf welche Weiſe er nun immer herbeigeführt worden war, mußte ihr ganz willkommen ſein; ſie befand ſich auf dem Punkte, Linzers Gattin zu werden, und das war der Scheitelpunkt ihrer Wünſche. Sehr ungern ſah ſie ſeit zwei Tagen ſchon die Unter⸗