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13.
Eine hohe finſt're Geſtalt
Tobt heran mit Allgewalt;
Das Antlitz ſo blaß, ſo weich,
Die Lippen ſtumm und todtenbleich; Das Haupt mit'nen Schleier umhüllt, Das Aug' mit Gluth gefült.
Schwingt eiue Fackel in der Rechten, Als gelt' es: ein Leben zu verfechten, Auch ſteht man in der Linken
Ein ſpitzes Mordgewehr blinken.
Wer iſt die Geſtalt, Weib oder Praut? æIch bin das Verhängniß v ruft ſie laut.
An andern Morgen, zeitlich in der Frühe, Linzer lag noch in den Armen des Schlafes, ſtürzte Medar⸗ dus ins Gemach. Der Adept hatte eine fürchterliche Nacht durchlebt, ſo nahe ſchon ſeinem Ziele, war er jetzt wieder demſelben weiter als je entrückt; die ſchreck⸗ liche Täuſchung, der Verluſt ſeines ganzen erträumten Erdenglückes, welcher durch Gertrudens Verſchwinden herbeigeführt war, die durch ihre abermalige Entfer⸗ nung nur noch mehr aufgeſtachelte Leidenſchaft, Alles vereinte ſich, ihn jeder Ueberlegung, jedes menſchlichen Gedankens unfäyig zu machen; er wälzte ſich ſchlaf⸗


