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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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S22 los, ächzend, ſeufzend auf dem Lager umher, bis ſich endlich der Sturm nur in etwas legte, und er einiger Ueberlegung fähig wurde. Dieſer zu Folge trat er jetzt bei Linzer ein. Der Ritter fuhr aus dem Schlum⸗ mer auf und fragte nach der Urſache ſeines frühen, ungewöhnlichen Erſcheinens.

Gertrude iſt aus dem Verließe entflohen! verſetzte der Adept raſch.

Alle Teufel! ſchrie Linzer, und ſprang vom Lager wie war es möglich?

Dieß iſt mir ſelbſt ein Räthſel; lautete die Ant⸗ wort. Schloß und Riegel waren unverſehrt, an den Wänden iſt nicht die geringſte Spur einer Statt ge⸗ fundenen Flucht bemerkbar.

Der Schrattenſteiner ſchäumte vor Wuth. Wäre mein Wille geſchehen, rief er, ſo hätte dieß nicht Statt finden können; aber welcher Satan gab Euch den böſen Gedanken ein, Ihrer ſchonen zu wollen?

Wer hätte dieß je nur ahnen können? entgegnete der Adept finſter. Mir kam es oft in den Sinn, daß ſie mit der alten Hexe im Bunde ſtehe, und nur dieſe kann ſie auf übernatürlichem Wege aus dem Kerker befreit haben. Schnell, da wir nach der ver⸗ meintlich todten und begrabenen Gertrude nicht forſchen können, ſo ſoll es jetzt nach Jutta geſchehen. Sendet alle Knechte und Knappen in das Gebirge,