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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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Da hat man's, ſprach Poſtl, das iſt eine lebhafte Hexe! da glaub' ich gerne, daß ſie durch Mauern und Felſen gehen kann, ja, ja— ſie hat mich auch damals bezaubert, als ich das Kräuterbündel zu holen ging, ſie hat mir einen Dunſt vorgehext, und ich habe ge⸗ wähnt, weiß der liebe Himmel was Alles! zu ſehen. Oder, ſollte vielleicht— wär' es möglich— bei mei⸗ ner armen Seele! es könnte ſein— nein, nicht es könnte, ſondern es iſt wirklich ſo; die Alte iſt das ſteieriſche Fräulein ſelbſt, oder eigentlich, ſie hat mich verhext, ſie dafür anzuſehen, wenn's ihr grade genehm war; und ſie hat mich, wie ſie ſelbſt ſagte, zur Strafe ein wenig genarrt und mich verblendet. O Poſtl! das war dumm von Dir, dieß im erſten Augenblicke nicht durchzuſehen; Poſtl! Poſtl! was werden die Würflacher ſprechen, wenn ſie die ganze Geſchichte erfahren? Sie werden Dich verſpotten, und Du haſt zur Vertheidigung von der ganzen beinahe neunmo⸗ nathlichen Entfernung gar nichts aufzuweiſen! Wenn mir wenigſtens das Haar gewachſen wäre, aber gar nichts, ja ich fürchte faſt, mein Glätzchen wird in der That immer geräumiger, was ein ſehr ſchlechtes Zeichen iſt!

Unter dieſen Betrachtungen war er wieder in ſeiner Kammer angelangt, da fiel ihm bei, daß er Juttas Rathe zu Folge, ſich noch jetzt zum Rit⸗