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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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thue wie ich Dir befohlen, es wird Dein und Lis⸗ berthens zeitliches Glück ſein!

Der Würflacher verſprach dieß, und Jutta verließ raſch das Kämmerchen. Er war neugierig, wie denn die Alte aus der Burg kommen würde, da doch Thür und Thor geſchloſſen waren, und ſie im Entdeckungs⸗ falle wenig Gutes zu erwarten hatte; er verließ die Kammer und ſah ſie ungeſcheut langſamen Schrit⸗ tes über den hellerleuchteten Hof ſchreiten, Knechte und Mägde eilten an ihr vorüber, und Niemand be⸗ merkte ſie. Bei meiner armen Seele! murmelte er, die Alte iſt unſichtbar und geht da herum, als ob ſie gar nichts zu befürchten hätte; ich will doch ſehen, wohin ſie ihren Weg nimmt!

Er eilte hinter ihr nach, ſie nahm ihre Richtung zu der Treppe, welche zur Hauptpforte der Gefängniſſe führte. Wo will ſie denn dahin? fragte ſich Hanns, die Eiſenthüren ſind ja verriegelt und verſchloſſen, als ob ſie das Himmelreich bewahrten, während ſie aber ein wahres Höllenthum verbergen, und die Schlüßel dazu hat ja der Ritter ſelbſt in Verwahrung?

Frau Jutta ging nichts deſtoweniger auf die Pforte los. Als ſie dort anlangte, bemerkte der Weinzürl, daß ſich die Thür ſanſt öffnete, ohne wie gewöhnlich zu knarren und ſich eben ſo wieder verſchloß, als die Alte in der Nacht der Gefängniſſe verſchwunden war.

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