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Dann möcht' ich auch ein Herz Das noch von jedem Truge frei, Das ehrlich liebt, und redlich treu; Wo find' ich ſolch ein Herz?
Die Sängerin ſchwieg. Hanns Poſtl ſchüttelte den Kopf, er ſtierte nach jener Gegend, von welcher die Töne herkamen, allein er entdeckte nichts. Daß dieſe Sängerin mit jener vor der Klauſe eine und die⸗ ſelbe Perſon war, das fand er gleich heraus; aber wie kam ſie hieher, was machte ſie da in dem Thale, und wo ſteckte ſie, daß er ſie nicht zu Geſichte bekam? Sollte er ſie aufſuchen, oder ſeines Weges fortwandern?
Dieß waren Fragen, die er an ſich ſelbſt richtete, und mit deren Beantwortung er ſich noch lange nicht zufrieden geſtellt hatte, als der Sang wieder anfing, und zwar ganz in jener Weiſe, wie er vor der Klauſe
ertönt war: Heidi! ſchon ſo frühe Im thauigen Wald? Die Blätter noch dunkel Von Gold nicht umſtrahlt; Die Fährte noch ruhig, Die Waſſer noch kalt, Was giebt es ſo zeitlich Im thauigen Wald?—
Willkommen! Hanns Poſtl! Verließeſt die Klauſe? Ich meinte, du wäreſt Schon längſtens zu Hauſez


