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keinen Ueberfluß; ich habe ſchon gehört, der Alte ſoll ein Muſter von Enthaltſamkeit und Frömmigkeit ſein. Der Knappe that, wie ihm befohlen. Der Klausner,
auf dieſes Begehren gefaßt, öffnete die Thüre, und
gehorchte dem Befehle des Ritters; was hätte es auch genützt, ſich ihm zu widerſetzen? Er, der Einzelne, der Schwache, er wäre zu dem gezwungen wor
den, was er nicht freiwillig hätte thun wollen. Die Freifrau erhob ſich jetzt, eine wunderliebliche, ſchöne, üiberaus reizende Geſtalt; kaum zwanzig Lebensjahre mochte ſie zurückgelegt haben; in früheſter Jugend ſchon verwaiſt, hatte ſie wenig frohe Tage verlebt, und der Schrattenſteiner verhieß ihr deren noch weni⸗ gere. Langſam, demüthigen Schrittes näherte ſie ſich der Klauſe, deren Bewohner indeſſen einen Beth⸗ ſchemmel vor das große, hölzerne Kreuz geſtellt hat⸗ te, und zitternd dem Eintritte der Freifrau entgegen ſah. Er hatte ſich lange auf dieſen Augenblick ge⸗ fürchtet, nun war er erſchienen, er ſollte ſie ſehen, und mußte Alles anwenden, um unerkannt zu blei⸗ ven. Mit geſenktem Haupte, die Kapuze weit über dasſelbe gezogen, empfing er die Dame an dem Pfört⸗ chen und leitete ſie zur Bethſtelle; ſie knieete nieder, er zog ſich zurück, und blieb, ein düſteres Bild hinter ihr ſtehen Bald war Gertrude von Schrattenſtein dieſer Erde entrückt, nur der ſtaubgeſchaffene, der ir⸗


