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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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Dieſen Entſchluß, Gertrude, hat Euch der Him⸗ mel eingegeben ſprach der Gatte, alſo das Ge⸗ ſichtchen rein von Falten geglättet, das glühende Roth von den Wangen fein abgekühlt, das Köpfchen ge⸗ hoben, mit dem Auge froh und munter in die Ferne geſchaut, ſo ſoll die Gemahlin Linzers von Schrat⸗ tenſtein auf ſeinem Stammſchloße einziehen; Alles ſoll ſich in ihrer Heiterkeit ſonnen, und ſie um ihr Glück beneiden. Doch damit Ihr ſeht, daß ich auch nach⸗ giebig ſein könne, vorausgeſetzt: daß man es ver⸗ dient, ſo will ich Euch gewähren, daß Ihr in jener Klauſe Euer Morgengebeth verrichtet; Ich weiß, Ihr bethet gerne, oft und lang. Ihr könnt Euer Herz erleichtern, und in Zukunft auch für mich ein Vier⸗ telſtündchen hinzuthun, denn mir wird die Zeit viel zu lang dabei. Bankett, Spiel und Hatzen ſind an⸗ genehmere und kurzweiligere Handthierungen, als ſo ſtundenlange auf den Knieen kauern, oder gar auf kalten Steinen herumzurutſchen. He Knappe! ſo rief er dem nächſten ſeiner Leute zu, geh' hin, klopfe an das Pförtlein der Klauſe und ſage dem Siedler: er möge der Freifrau von Schrattenſtein Einlaß ge⸗ währen, ſie wolle vor ſeinem Kreuze ein Gebethlein verrichten, wofür er ſich, wenn es ihm genehm, auf dem Schloße zwei Pfund Wachskerzen, und eine Zie⸗ ge holen kann, denn ſo viel ich ſehe, leidet der Mann