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ſüßeſte Blut fließt freiwillig ohne Zwang heraus, den herberen Reſt kann man aus derſelben preſſen; von Freuden fließt auch das Herz über, das Leid wird aus den Buſen geholt, vom Verhängniß herausge⸗ preßt, ihm leiſtet man vergebenen Widerſtand.
Nach dieſe Rede trat ein etwas längeres Still⸗ ſchweigen ein, nicht etwa als ob der Ritter von der⸗ felben gerührt, oder überzeugt worden wäre, denn dem widerſprach ſeine wo möglich noch ſtrengere und finſterere Miene, ſondern er ſchien auf eine recht kränkende Erwiederung zu ſinnen, und ergriff dann das Wort: Ihr habt jetzt ſehr viel geſprochen, von dem ich Gottlob! das Wenigſte verſtand; nur ſo viel wird mir klar, daß Ihr Euch bereits jetzt einredet, nicht glücklich zu ſein, und daß Ihr wahrſcheinlich in Eurem Innern den Entſchluß gefaßt haben mochtet, den lautern Quell meines Lebens zu trüben, ſo oft es nur immer in Euerer Gewalt liegen würde, denn es iſt leider immer der Fall, daß zehn fröhliche Genoſ⸗ ſen kaum aufmuntern können, was ein ſauertöpfiſch Gemüth darniedergedrückt. Als ich mich vor unſerer Verbindung Eurem Willen fügte, hoffte ich, daß ſich Eure Laune ändern, daß Ihr Euch mehr in die meine fügen würdet, denn ſolch einen ſtörriſchen Sinn ha⸗ be ich bei dem mannſüchtigen Fräulein nicht vermu⸗ thet—
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