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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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25 de verfloß, ohne daß Eine oder die Andere der Per⸗ ſonen ihre Stellung verändert hätte. So wenig Son⸗ derbares das Bild eigentlich an ſich trug, ſo vermoch⸗ te ſein Auge ſich doch nicht von demſelben loszurei⸗ ßen. Es weilte ununterbrochen bald auf dem Ritter, bald auf der Dame, ein unbekanntes Band hielt den Siedler gefeſſelt, er wollte bleiben, bis er das Ant⸗ litz der Ruhenden geſehen haben würde. Hierauf durf⸗ te er auch nicht mehr allzulange harren. Das Haupt der Dame hob ſich, ihr Körper gewann eine ſitzende Stellung, darauf fuhr ſie ſich mit den Händen über das Antlitz, und wendete ſich langſam dem Ritter zu. Der Klausner an der Lucke bekam jetzt den Vortheil, ſie genau betrachten zu können, ſein Auge traf ihre Züge, er zuckte zuſammen und begann zu beben wie ein Blatt im Winde. Er mußte ſich mit beiden Hän⸗ den an das Dach klammern. Sie iſt es Gertru⸗ de! Himmel! ſteh' mir nur in dieſem Augenblicke bei! So iſt alſo doch geſchehen was ich fürchtete, und dennoch nicht glauben wollte! O es war ein glückli⸗ cher Augenblick, der mich dieſen Plan erfaſſen und ausführen ließ; hier bin ich in der Nähe, und nicht ruhen will ich, bis ich nicht errungen, um was ich bisher vergebens geſtrebt! Jetzt ſchnell hinab, ich muß gefaßt ſein ihnen entgegen zu treten.

Während der Siedler bei ſich dieſes Selbſtge⸗ 2