24 einen kleinen Schuber, und die ganze vordere Umge⸗ bung der Klauſe lag vor ſeinen Blicken. Ein Haufe von Reiſigen hatte den Platz zu ſeinem Lagerungsort gewählt. Nahe am Bache waren die Roße angebun⸗ den, die Knappen und Knechte ruhten in der Nähe derſelben im weichen Mooſe aus; zwiſchen zwei nahe ſtehenden Bäumen war eine Decke geſpannt, welche ein luftiges Zelt bildete, und höchſtens die Sonnenſtrah⸗ len abzuwehren geeignet war. Unter derſelben ruhte eine Dame, in Weiß und Blau gekleidet, mit gleich⸗ farbigen Federn auf dem Barette; ihr zu Häupten ſaß eine Dienerin, in deren Schooß der ſchwarze Lo⸗ ckenkopf der Dame ruhte. Das Antlitz derſelben war abwärts gewendet, und konnte nicht geſehen werden, es war nicht zu entſcheiden, ob ſie ſchlafe, oder wa⸗ chend weine. Außerhalb dieſes luftigen Zeltdaches lag ein langer Mann hingeſtreckt, in ritterlicher Kleidung, mit einem hagern, langgezogenen Antlitze, ſtechenden Augen, und wilden Zügen. Ein ſchwarzer Sammt⸗ anzug deckte den langen Körper, das Barett mit den gleichen Federn lag nachläßig auf dem Boden hinge⸗ worfen, der Laſt ledig ringelten ſich die ſchwarzen Haare frank und frei die Schulter hinab, während ſein Haupt auf der aufgeſtemmten Rechte ruhte.
Der Einſiedler hatte Zeit genug, dieſe Scene ſattſam zu beobachten, denn beinahe eine Viertelſtun⸗


