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lein hat an mir einen Narren gefreſſen; man kann ihr's nicht übel nehmen, ich bin ein ſchmucker Junge, weiß zu reden und mich zu ſtellen, warum ſoll ſich ein Fräulein nicht in mich vergaffen?— Ritter giebt es genug, aber die Poſtl ſind ſparſam angeſäet, über⸗ dieß habe ich eine Heerde von mehr denn zwanzig Scha⸗ fen, zwei Ochſen, zwei Kühe und zwei Kälber, mein Gehöſte hat drei Stuben und drei Kammern, da kann ein Fräulein ſchon handtieren und wohnen, wie ſich's ziemt nach Brauch und Sitte.— Dieß Alles ſchoß mir dazumal gleich in den Kopf, und ich fing an, mich der Schmucken auf Tod und Leben zu ergeben, aber ſie that, als ob ſie nichts davon wiſſen wolle. Das iſt Ziererei, dachte ich mir, die ſich beim zweiten, drit⸗ ten Mal ſchon geben wird, und ſomit ſchieden wir, das heißt eigentlich, Sie ſchied, und ließ mich zu⸗ rück. Seit damahls ſind nun ſchon ein Paar Wochen vergangen, aber mein ſteieriſches Fräulein hat ſich nicht mehr ſehen laſſen, mir aber iſt die ganze Ge⸗ ſchichte zu Kopf geſtiegen, der Hanns iſt nicht ſo dumm, um ſich einen fetten Biſſen von dem Munde weg ſchnappen zu laſſen; ich habe mein Gehöfte und Acker und Vieh einem guten Freunde übergeben, habe mich ſtracks auf die Sohlen gemacht, und bin aus⸗ gegangen, mein Mägdlein zu ſuchen. Der Siedler hatte das lange, prahleriſche Ge⸗


