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Waldfräulein oder Ritter und Adept : romantische Sage der Vorzeit / von Eduard Breier
Entstehung
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und lächelte den Klausner vornehm an; er glich in dieſem Augenblicke der verkörperten Eitelkeit, Groß⸗ thuerei und Dummheit! Dieſelbe Bemerkung moch⸗ te auch der Greiſe machen, denn er murmelte in ſeinen weißen Bart hinein: Dumm iſt er auch! Dann fuhr er laut fort: Folgt mir in die Hütte, ich will Euer Begehren vernehmen!

Er ſchritt voran, und hinten nach warf Poſtl ſeine verdrehten Beine übereinander. Das Behältniß, in welches ſie jetzt traten, umfaßte eine Feuerſtelle, ein WMooslager, mehrere heilige Erinnerungszeichen, und einige der unentbehrlichſten Hausgeräthe; man merkte es jedoch gleich an dem zu beſchränkten Raume, daß noch ein großer Theil der Hütte übrig ſein müße, wie⸗ wohl von hier aus kein Eingang in ein anderes Ne benbehältniß ſichtbar war. Vater Thomas ließ ſich auf einem großen Steine nieder, der ihm zum Sitz diente, Hanns Poſtl ward der Platz auf einer kleinen Holzbank angewieſen. Der Weinzürl ſah um ſich, ſchüttelte den halbkahlen Kopf, und ſprach mit klug ſeinſollender Miene: Hier wird es zur Winterszeit ſehr kalt werden!

Meint Ihr? verſetzte der Klausner ſpöttiſch, doch glaube ich, daß Ihr jetzt auf Euer Begehren zurück⸗ kommen möget; denn der Himmel ſchenkt uns die Zeit, um ſie zu benützen, und nicht mit leerem Geſchwätz