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Die Hußiten in Luditz : Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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die Flamme derſelben zu löſchen.Vergeude die Au⸗ genblicke nicht mit unnützem Flehen, warnte er die Verzweifelnde im ernſten Tone.Deine Worte ſind Gift, in Honig getaucht, Deine Thränen ſind kalt wie Eis und rühren mich nicht, kein Fünkchen Ge⸗ fühl lebt mehr für Dich in meinem Innern!

Hinek! ſchrie Renate plötzlich und ſprang verzweiflungsvoll auf,mir wird ſo heiß, eine glü⸗ hende Luft umgibt mich; Heiliger Gott! kreiſchte ſie jetzt verzweiflungsvoll auf,das Haus brennt, die glühenden Flammen lecken ſchon durch die Fenſter, der Rauchqualm ſtürzt herein komm, laß' uns fliehen!

Du bleibſt hier! donnerte der Grauſame,Du haſt Flammen in mein Eingeweide geſchüttet, ich will glühende Kohlen über Deinem Haupte ſammeln. Mit einem Stoße ſchleuderte er die Verzweifelnde von ſich, daß ſie in die Mitte der Stube zurücktaumelte, ſprang zur Thüre hinaus und verſchloß dieſe hinter ſich.

Von Innen heraus tönte das Weh geſchrei der Gefangenen. Hinek horchte auf er vernahm ihr Jammern und Aechzen. Das Dach des Hauſes ſtand in hellen Flammen, die aus Balken geſormte Stubendecke wurde ſchon ergriffen, zu den Fenſtern ſchlug der glühende Schwalch hinein in der Stube