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Die Hußiten in Luditz : Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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kann einen Fehlweg gegangen ſein, aber deßwegen müßt Ihr ihn nicht gleich verſtoſſen, aus dem Hauſe jagen, und dem Schleicher ſo viel Glauben ſchenken, dem Tuckmäuſer! Gnädiger Herr! Ihr müßt mir ſchon vergeben, dieſer Federfuchſer war mir von je her ein Dorn im Auge.

Marza, verſetzte der Bürgermeiſter ernſt, verſchont den mit Eueren ſpitzen Reden, ihn, deſſen Werth Ihr nicht zu ſchätzen wißt! Jan iſt mir ein treuer Diener, und mein Wenzel, ſeitdem er in ihm einen Freund gefunden, iſt um Vieles beſſer und ernſter geworden.

Daß ſich Gott erbarmen möge! jammerte die Haushälterin.Der Junker Wenzel wird da nicht viel Gutes lernen! aber das Alles geht mich nichts an, ich bin nur eine alte Dienerin, was hat die ſich darum zu ſorgen, wenn man den Wolf im Schafs⸗ pelze nicht erkennt; es geht ſie auch nichts an, wenn man eine Perle in den Sand wirft, und einen Kie⸗ ſel in die Taſche ſteckt; mein Gott! ich bin ja nur ein altes Weib, die in ſechzig langen Jahren gar we⸗ nig von den Menſchen kennen gelernt hat!

Geht, geht, alte Marza, unterbrach ſie Herr Prokopius im gütlichen Tone, Ihr thut dem Ei⸗ nen zu viel, dem Andern zu wenig. Gott weiß