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Die Hußiten in Luditz : Roman / von Eduard Breier
Entstehung
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mer, zu gehen, man konnte es deutlich gewahren, wie ſie jeden Vorwand benützte, um noch länger wei⸗ len zu können. Sie hatte Etwas auf dem Herzen, und deſſen wollte ſie ſich entledigen, wenn der Gnä⸗ dige ſie nur eines einzigen Wörtleins gewürdigt hätte; aber eben auf dieſes wartete ſie vergebens. Endlich konnte ſie nicht länger an ſich halten, das Schweigen war ihr unerträglich, es hätte ihr das Herz abgedrückt.

Euer Geſtreng! begann ſie, ſich dem Bür⸗ germeiſter ehrfürchtig nähernd.

Was wollt Ihr? fragte Herr Pr'okopius und blieb vor der Alten ſtehen.

Ich wollte Euch nur fragen, ob wir heute Mittags keine Gäſte bekommen? ſtotterte die Alte.

Nein! erwiederte der Bürgermeiſter ſeufzend, und begann wie früher die Stube zu durchſchreiten.

Der Haushälterin pochte das Herz gewaltig un⸗ ter dem Faltenrocke, ſie begann zu ſchluchzen und heiße Thränen drängten ſich gewaltſam zwiſchen ih⸗ ren Augenwimpern hervor.

Was fehlt Euch Marza? fragte Herr Pro⸗ kopius wehmüthig, und blieb vor der treuen Die⸗ nerin ſtehen,iſt Euch eine Unbill wiederfahren, ſo klagt es mir