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Sie waren jetzt am Ende der Gaſſe angelangt, der Stadtſchreiber warf einen Blick auf das letzte ſpitzbogige Fenſter des Eckhauſes, eine hohe Frauen⸗ geſtalt ſchaute durch dasſelbe. Ein leiſer Wink ihrer Rechten wurde von Liſchka alſogleich verſtanden. Der Bürgermeiſter hatte von dieſem Zwiſchenſpiele nichts bemerkt; er ſah düſter vor ſich hin, ein tiefes Weh bemeiſterte ſich mehr und mehr ſeines Herzens. Den geliebteren ſeiner beiden Söhne, den Jüngern, an den er ſtets mit inniger Liebe gehangen, hatte er einer ſtandeswidrigen Liebe halber aus ſeinem Hauſe gebannt, und nun durch den Schreiber in Erfahrung gebracht, daß der Jüngling ſich fortwährend im Orte aufhalte, und bei dem königlichen Hauptmanne, der in der Stadt befehligte, als gemeiner Söldner Dienſte zu nehmen geſonnen ſei.— Der Amtsherr glaubte dadurch die Ehre ſeines Hauſes gebrandmarkt; er wollte daher den Nichtswürdigen vergeſſen, jedes Andenken an ihn aus dem väterlichen Herzen reißen. — Er hatte von nun an nur einen Sohn!
Auf dem Ring', dem größten Platze von Lu⸗ ditz, ſtand das Haus des Bürgermeiſters.— Sein graues Gemäuer, von dem ſpitzen Giebeldache bedeckt, die tiefliegenden Bogenfenſter mit den balkonartigen Vorſprüngen, gaben dem Gebäude ein finſteres An⸗


