Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Sie ſprang auf, eiskalt überlief es ſie, ein unbe⸗ kannter Mann ſtand ihr gegenüber, mit Haſt zerrte er den Schleier von ihrem Haupte und ſprach mit dumpfer Stimme:

Ich habe mich nicht getäuſcht, Du biſt es!

Wie tauſend Blitze fuhr es jetzt durch ihre Seele; ſie kannte den Fremden nicht, und doch bemeiſterte ſich eine unſägliche Angſt ihres Herzens; eine Ahnung rief ihr zu:

Die Stunde der Vergeltung iſt gekommen!

Mit ernſter Miene betrachtete ſie der Fremde.

Es war ein Mann in den ſchönſten Lebensjahren, mit einem ausdrucksvollen Antlitze, zwei feurigen Augen, einem Schnurbarte; ſein Gewand verrieth den Ungar.

Während dieſer Augenblicke faßte ſich die Dame in Etwas, ſie machte eine Bewegung gegen die Thüre zu, der Fremde hielt ſie aber zurück, drängte ſie gegen die Polſterbank, daß ſie ſich nieder zu laſſen gezwungen war, und rief mit drohender Stimme:

Du verläſſeſt dieſen Platz nicht, und bleibſt ſtumm! Der erſte Laut, und