Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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153 Ein Dolch funkelte in ſeiner Hand. Die Dame bedeckte zitternd ihr Antlitz mit den

beiden Händen.

Kennſt Du mich? fragte der Fremde. Nein! antwortete ſie kleinlaut.

Findeſt Du keine Aehnlichkeit zwiſchen mir und irgend Jemandem, den Du im Leben kannteſt?

Die Dame antwortete nicht.

Wenn ich Dich frage, ſo rede!

Ich weiß mich nicht zu entſinnen.

Wohlan! ſo will ich Deinem ſchwachen Gedächt⸗ niſſe zu Hülfe kommen: Ich bin Läßlos Bruder!

Wehe mir! jammerte Hedwig.

Ja, wehe Dir! Denn der Tag der Rache, die Stunde der Vergeltung iſt gekommen. Du haſt das Glück unſerer Familie zerſtört! Du warſt ein armes Mädchen, als Du die Aufmerkſamkeit meines jüngeren Bruders an Dich zogſt. Er ſchenkte Dir ſein Herz, und liebte Dich mit der Raſerei einer erſten Leidenſchaft. Du thateſt anfangs, als ob Du die Leidenſchaft erwi⸗ derteſt, und Euer unſelig Verhältniß blieb nicht ohne