Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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aber das Lächeln des Juden ſtachelte ſie nur noch mehr auf, und ſie fuhr in ihrem früheren ganz ge⸗ meinen Tone fort:

Höre, Jude! wähne nicht, daß ich der Will⸗ kür Deiner Laune Preis gegeben ſei; mißbrauche meine Nachſicht, meine Güte und Herablaſſung nicht⸗ vergiß es nie, daß wir die Herren und Ihr die Knechte ſeid; wagſt Du es, mich zu reizen, oder mir zu drohen, ſo vergeſſe ich die Vergangenheit und werde fürchterlich in meiner Rache ſein! Lege nicht zu viel in die Wage, daß das Gegengewicht nicht zu ſehr verſchieden ſei; denn ich beherrſche mei⸗ nen Gemahl, und von ihm hängt Euer Aller Loos

ab. DreimalWehe! rufe ich über Dein Haupt,

wenn Du das Geheimniß je mißbrauchſt, oder Deine Macht über mich vielleicht öffentlich geltend machen wollteſt!

Die Raſende ſchwieg, ſie hatte ſich erſchöpft, und ſank auf ihren Sitz zurück.

Der Rabbi blieb regungslos ſtehen und ſah mit wirklich mitleidigen Blicken auf die Ohnmacht der hochmüthigen Frau herab; in dieſem Augenblicke hatte ſich ihrer auch wirklich ſchon das drückende Gefühl der Abhängigkeit bemächtiget.

Weib! ſprach er ich will Dir nicht den