Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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14 Ueber das braungelbe Antlitz der Dame ergoß

ſich eine tiefe Röthe; ſie wurde verlegen und ſtotterte:

Ich glaube, es wird Euch am erſprießlichſten

ſein, wenn ich in dem Rabbi von jetzt den Kna⸗

ben von ehedem nicht vergeſſe. Unſer Pakt wäre alſo geſchloſſen! Das war

wohl der einzige Grund, welcher Euch, gnädige Frau! bisher in ſolche Unruhe verſetzte, und eine

heimliche Zuſammenkunft mit mir ſo wünſchenswerth machte? Darum habt Ihr auch jenen gewagten Schritt

an unſerm Purimfeſte gethan, der für mich ſo üble

Folgen hätte haben können!

Ich darf alſo Eurer Verſchwiegenheit ver⸗ ſichert ſein?

Ja, unter der Bedingung

Bedingung? und welche iſt dieſe?

Daß Ihr zwiſchen meiner Gemeinde und Eurem Gatten ſtets als verſöhnende Mittlerin auftretet. Nur dadurch glaube ich das zu tilgen, was ich durch mein Schweigen in Betreff Eurer verſchulde.

Frau Hedwig ſah gewitterfinſter vor ſich nie⸗ der, ihre ſchwarzen Braunen ſenkten ſich, die ſtarken Lippen preßten ſich zuſammen, ſie liſpelte:

Es ſei! Ihr wißt Eure Uebermacht trefflich zu benützen, Eliah!