Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Die Frau des Judenrichters ergriff nun das Wort: Warum ſeid Ihr mir ausgewichen, Eliah? Weil es meinem Ermeſſen nach, Euch und mir dienlich war. Der Mann, welcher früher Eure Stelle begleitete, 2 kam öfter zu meinem Gatten; warum unterließet Ihr dieſe Beſuche, welche mein Gemahl gewiſſermaßen als pflichtſchuldig anzuſehen gewohnt iſt? Könnt Ihr hierüber noch Fragen ſtellen? Iſt er, oder bin ich die Urſache hiervon? Er ſowohl als Ihr ich habe Urſache, Euchund ihn zu meiden. Er, weil ich die unſchuldige Ur⸗ ſache eines Vorfalls bin, deſſen Folgen und Qualen mir Euer Gemahl nie vergeben wird ich weiß dieß zu gut! Er hielt inne. Und mich, warum meidet Ihr mich? Erlaßt mir die Antwort, gnädige Frau! Sagt mir doch, Eliah, wen ſeht Ihr in mir: die Frau von jetzt, oder das Mädchen von ehedem? Es hängt nur von Euch ab, wen ich ſehen ſoll! Wohlan! ich wünſche das Erſtere! Es wird geſchehen! doch erlaubt mir nun die Gegenfrage: Wen ſeht Ihr in mir: den Rabbi von ietzt, oder den Jüngling von ehedem?