Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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12 das leiſe Rufen ſeines Namens; er blickte um ſich, der Pfad vor und hinter ihm war leer, kein Späher zu befürchten; er ſchlüpfte daher raſch durch das halb⸗ offene Gartenpförtchen, dann rechts eine Treppe hinauf in einen Pavillon, der ſich hinter ihm ſchloß.

In dem freundlich erwärmten Gemache harrte

ſeiner Frau Hedwig, die Gemahlin des Herrn Hanns von Zech, des herzoglichen Judenrichters zu Neuſtadt.

Die Dame blieb auf der bequemen Polſterbank, auf der ſie ſich beim Eintreten Eliah's niederge⸗ laſſen, ruhig ſitzen und deutete ſtumm auf einen Stuhl, der in der Nähe ſtand. Eliah nahm den angebotenen Sitz ſtillſchweigend an.

Es erfolgt nun eine lange Pauſe; draußen iſt es ruhig, kein Vogelſang ſtört das Schweigen im Garten, denn der Winter war eben im Scheiden und ſein blühender Nachfolger noch nicht in's Land getreten. Es herrſchte alſo Todenſtille. Der Tag war heiter, die Sonne im Untergehen; ſo eben ſaß ſie auf einem Gipfel der Wand,*) als wolle ſie noch eine Weile vor ihrem gänzlichen Sinken aus⸗ ruhen, ihre Strahlen fielen ſchräge durch das Fenſter in's Gemach und beleuchteten die ſchweigſame Gruppe.

*) Eine Felſenkette.