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Eurer Schweſter Mirjam!
Sich der Witwen und Waiſen annehmen, be⸗ fiehlt das Geſetz! Aber wollt Ihr mir noch ſagen, in weſſen Namen die Werbung geſchieht?
In meinem eigenen Namen!
Naphtali's Worte waren verletzend; der Rabbi hielt mit Mühe an ſich, Eßman blickte ihn ſtarr und unbeweglich an; Mirjam im Nebengemache war aufgeregt, traute kaum ihren Ohren, als ſie Eliah's kurze aber laute Erwiderungen vernahm.
Eiſak war durch die Feſtigkeit, durch den un⸗ umſtößlichen Ernſt des Rabbi doch ein wenig aus ſeinem Gleichgewicht gebracht; ohne Anſtand und Sitte zu arg zu verletzen, konnte er in ſeiner frühe⸗ ren Weiſe nicht fortfahren, er that daher, als freue er ſich der Werbung, und fragte, gleichſam zur beſſe⸗
ren Verſtändigung:
Ihr, verehrter Rabbi! wünſcht meine Schweſter zur Gattin zu nehmen?
Ja, ich wünſche es.
Weiß Mirjam um die Werbung?
Nein— wozu dieß?
Ihr ſeid alſo noch nicht verſichert, ob ſie ein⸗ willigen wird?


