Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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182 des, ein höhniſcher Zug, wahrſcheinlich darüber, daß er die Schweſter auf dieſe Weiſe gezwungen hatte, ſich ſeinem Willen zu fügen, lagerte um ſeinen Mund.

Welchem glücklichen Ohngefähr verdanke ich den Beſuch ſo werther Gäſte? fragte er mit einem Tone, welcher mit ſeinen Zügen im Einklange ſtand.

Kein Zufall, Vorſatz führte uns hieher!

Dieſe Antwort gab der Rabbi und ließ ſein Auge ununterbrochen auf dem Antlitze des Haus⸗ herrn ruhen.

Dieſer hielt den Blick nicht lange aus, bot den Andern Sitze, man ließ ſich nieder.

Eine, für die Männer ſowohl, als für die Witwe im Nebengemache beengende Stille trat ein.

Da der Rabbi mit der erſten Rede ſchon begon⸗ nen hatte, ſo konnte Eßman nicht das fernere Wort nehmen; der Rabbi ſchien im Augenblicke auch kein Verlangen zu tragen, das Geſpräch weiter fortzuſetzen, ſo mußte daher Naphtali beginnen:

Wollt Ihr die Gewogenheit haben, mir den Vorſatz, der Euch hieher bemüſſigte, bekannt zu geben?

Der Hohn in dieſer Frage war nicht zu ver⸗ kennen. Der Rabbi that, als bemerke er dieß Alles nicht, und nahm ungeſcheut das Wort:

Ihr kennt mich noch ſehr wenig, Chacham