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wir wollen ihn hören, ich will ihm reinen Wein tiſchen, Du ſollſt mir nicht den Vorwurf der Par⸗ teilichkeit machen können.
Bei dieſen Worten erhob ſich die Witfrau, ſie bebte, und wollte ſich entfernen. Der Bruder hielt ſie zurück: Du bleibſt, in Deiner Gegenwart ſoll er—
Nie und nimmer! rief Mirjam— in meinen Augen bedarf er keiner Vertheidigung!— laß mich—
Man hörte ſchon die Tritte der Kommenden auf der Treppe.
Du bleibſt, ich befehle es Dir!
Befiehl Du Deiner Magd und nicht mir, einer ſtelbſtſtändigen Frau!
Die Tritte kamen immer näher, Naphtali hielt die Schweſter mit ſtarker Fauſt, ſchon waren die Kommenden nahe an der Thüre, er fürchtete eine unangenehme Scene, und ſchob die ſich Sträubende in das Nebengemach; der Rabbi und Eßman traten ein.
Mirjam konnte die halbgeöffnete Thüre, ohne aufzuhalten nicht mehr ſchließen, ſie mußte, ohne es zu wollen, der unſichtbare Zeuge der ganzen Scene ſein.
Naphtali ging den Gäſten mit ernſter Miene entgegen; ſein„Willkomm!“ hatte wenig Einladen⸗


