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geſunken, daß ich nicht im Stande bin, ihn zu rechtfertigen, ihn vor den Augen ſeiner Feinde ſo rein hinzuſtellen, wie er in meinem Innern prangt, das iſt mein Kummer, das ſind meine Thränen; ich weine über meine Ohnmacht, nicht über meine Geſinnungen; ich betrauere nicht meine Gefühle, ſon⸗ dern die Bosheit ſeiner Feinde, ich ſchäme mich nicht meines Herzens, ich bereue nicht meine Wahl.
Du biſt ein thörichtes Weib, und um Deinen Fehlgriff zu vertheidigen, beſchuldigeſt Du mich des Eigennutzes, als ob Dein Glück meinem Herzen nicht ſo nahe ginge, wie das meines eigenen Kindes!
Ich will Alles, was Deinem Herzen zur Ehre gereicht, glauben; aber warum verdammſt Du den Rabbi, ohne ihn früher gehört zu haben? Warum urtheilſt Du im Vorhinein, ohne ſeine Vertheidigung zu begehren?
Der Chacham erhob ſich, ging ſinnend auf und nieder, trat, in Gedanken verſunken, an's Fenſter, und blickte auf die Straße hinab; er zuckte plötzlich er⸗ ſchrocken zuſammen, kehrte ſich raſch zu Mirjam und ſprach:
Der Zufall iſt erwünſcht! ſo eben kommen der Rabbi und Eßman auf das Haus zu. Der Beſuch gilt uns, er konnte nicht zu gelegenerer Zeit kommen,
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