Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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C.

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bei ſolchen Gedanken konnte ſie dem Strome nicht wiverſtehen; ſie weinte ſtill und bitterlich.

Das iſt der tiefſte Schmerz, der ſich auf ſolche Weiſe an's Tageslicht ringt; lauter Jammer, Schreien, Schluchzen, Toben, das ſind nur praſſelnde Flam⸗ men, die mehr Getöſe, aber weniger Wirkung machen.

Naphtali unterbrach das Schweigen:

Biſt Du endlich von der Wahrheit meiner Worte überzeugt, Schweſter?

Die Leidende erhob langſam das Haupt, ihr ſchönes Auge erglänzte in Thränen, ſo wie ein Stern, deſſen Bild aus dem Waſſer zittert, ſie ſah den Bruder eine Weile an, dann entgegnete ſie:

Deine Worte haben mich ergriffen, aber nicht überzeugt; ſie haben mich erbarmungslos verwundet, aber kein Vertrauen in mir erregt. Du warſt Rabbi Eliah's Feind, noch ehe Du ihn kann⸗ teſt; Du wäreſt ſo auch jedes Andern Feind gewor⸗ den, wenn er jene Stelle einnahm, die Du dem Eidam Deiner Tochter beſtimmt hatteſt. Dein Ur⸗ theil über Eliah kann daher nur parteiiſch ſein, Deine Meinung über ihn wird nie eine gute ſein. Was ich nun immer für ihn empfinde, mein Glaube an ſeine Heiligkeit, an ſeine Tugend iſt noch nicht