Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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172 liebe Mutter beſtimmt, welche Freude gewährt Euch dieſer Kauf; endlich tretet Ihr die Reiſe an, die Ge⸗ genſtände tanzen an Euren Blicken vorüber, jeder Augenblick bringt Euch ihr näher, mit jedem Augen⸗ blicke ſteigert ſich die Freude; mit dem Gedanken an ſie ſchlaft Ihr ein, mit dem Gedanken an ſie, wacht Ihr auf; die Unannehmlichkeiten der Reiſe verſchwinden, denn ein Wölkchen kann keine Sonne trüben. Ihr kommt immer näher, ſchon iſt die Heimat da, ſchon lachen uns bekannte

Fluren an, ſchon eilen wir dem Ort entgegen, die Bruſt

hämmert, die Ungeduld ſteigt. Wonnetrunken erblicken wir die Thurmes ſpitzen aus der Ferne; noch immer ſteigt die Spannung, das Herz im Leibe droht zu berſten, der Geiſt ſchleicht vorwärts, um den trägen Schritt der Roße zu beflügeln, die Luſt hat ſich in Freude, die Freude in Wonne verwandelt, die Wonne geht in Entzücken über, das Entzücken bricht in Jubel aus, wenn Ihr der Mutter in die Arme ſinkt! Mit ihr vereint, werdet Ihr glücklich ſein, aber geſteht mir offen, wird dieſes Glück ſpäter die Empfindungen von dem Augen⸗ blicke der Abreiſe bis zu jenem des Wiederſehens Euch vergeſſen machen können? Nein, gewiß nicht! Nun ſeht, das iſt die Geſchichte einer jeden Liebe bis zur Ehe; der Augenblick, in dem man die Geliebte zum Erſtenmal begegnet, bis zu jenem, wo man ihr die