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ſenkte ſich, ſein Auge ſtierte den Boden an, dann ver⸗ ſetzte er:
Eure Meinung, verehrter Chacham! iſt die beſte, Eure Gründe wahr und klug, Euer Wille der freund⸗ ſchaftlichſte; aber, es thut mir weh, Euch es ſagen zu müſſen: Ihr habt mir einen ſchönen Traum zer⸗ ſtört. Ihr verſteht mich nicht, ich merk' es an Eurem Blicke; ich will es Euch in einem kurzen Bilde anzudeu⸗ ten ſuchen:
Stellt Euch vor, Ihr hättet Eure Mutter, welche Ihr über Alles liebt, durch viele Jahre nicht geſehen, Ihr wäret meinethalben weit, durch Meer und Land von ihr getrennt, und durch mißliche Umſtände ſie zu beſuchen, verhindert geweſen.
Plötzlich tritt ein unvorhergeſehener Glückswechſel ein. Ihr faßt den Entſchluß, ſie zu beſuchen, und alſogleich beginnen die Vorbereitungen zur Reiſe. Mit welchem Gefühle werdet Ihr da zu Werke gehen, mit welcher Luſt werdet Ihr Eure Gegenſtände ordnen? Bei jedem Stücke, welches Ihr in den Reiſepack legt, wird Euer Herz ungeſtümmer pochen: Dieß wird meine Mutter ſehen, auch dieß, auch jenes wird ihr wohlgefallen; ſie liebt das Schöne, ich will ihr etwas Seltenes aus der Fremde heimbringen. Ihr bringt es an Euch, ohne zu feilſchen, es iſt ja für die liebe, 15*


