Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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wie ich, dem heiligen Amte mit noch mehr Liebe und Frömmigkeit vorſtehen wird.

Der Chacham Naphtali Eiſak, ein ſehr gelehrter, aber finſterer, unfreundlicher Mann, er⸗ griff die Rede und ſprach:

Der Herr erhalte Dich für uns und unſere Kinder; wenn es aber Sein Wille ſein wird, daß Du eingeheſt in die Geſellſchaft der Seligen, dann wollen wir, Dich zu ehren, Dein Andenken zu erhalten, Deinen einzigen Sohn Joſe zum Rabbi erwählen

Meinen Joſe? unterbrach ihn der Kranke nein, nein! dieß verbieth' ich Euch; er iſt zu unerfahren, um ſolchem Amte mit Würde vorzuſtehen. Gelehrſamkeit ohne Erfahrung iſt Gold in den Hän⸗ den des Verſchwenders: er wirft es hinaus, ohne zu wiſſen wer die Gabe empfängt. Joſe iſt gut, iſt gelehrt, allein er hangt zu ſehr an den buntfar⸗ bigen Blumen der Erde, ohne ſich viel an die grü⸗ nen, duftigen Blätter zu kehren! In dieſer ſchweren, bedrängten Zeit werdet Ihr keines Jünglinges 3 denn das iſt Joſe noch ſondern eines Mannes bedürfen, der, wenn er auch kein Greis, ſo doch im Alter vorgerückt iſt, und die Kraft beſitzt, Euch über