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ſollte auch vergehen, ſo wie unzählige Andere, Nichts⸗ bedeutende, Laſterhafte, Sündige vergangen ſind?— Alſo ſelbſt Tugend, ſelbſt Frömmigkeit ſchützen vor dem tödtenden Hauche nicht? O, mein Gott! mein Herr! wohin ſollen wir uns bergen, daß er uns nicht er⸗ reiche?—
Bergen können wir uns nicht vor ihm, ſu⸗ chen dürfen wir ihn nicht; aber ſo leben ſollen wir, daß wir ihn auch nicht zu fürchten haben!
Wehe dem Menſchen, der den Tod fürchtet: er hat entweder die Urſache ſeines Erdenwallens nicht
erkannt, oder hat laſterhaft gelebt.
Wollt Ihr den Werth des Menſchen kennen ler⸗ nen, und ſein ganzes, vergangenes Leben, ſo begebt Euch an ſein Sterbebett, durchforſchet ihn, welcher ſcheiden ſoll, und Jene um ihn, die zurückbleiben. Wenn der Sterbende ſtöhnt und klagt, und die An⸗ deren empfindungslos, viell icht gar ſchauernd da ſte⸗ hen: ſo iſt das ein ſchlimmes Zeichen; dann ſteht Ihr am Lager eines Suͤndigen, der am Irdiſchen hängt oder gehangen, der im Leben vergeſſen, daß es ein Jenſeits gäbe; wenn aber der Sterbende ruhig da liegt, überſelig zum Himmel lachelt, und die Ande⸗ ren in Thränen zerrinnen, klagen und jammern; dann


